In 90 Minuten zu 3–5 Markenwerten
Das ist ein kurzer Beispielprozess. Später können wir daraus einen vollständigen Marken-Workshop machen.
Gute Markenwerte sind konkrete Entscheidungsregeln. Definiere 3 bis 5 Werte aus echten Situationen, beschreibe pro Wert gewünschtes und unerwünschtes Verhalten und übersetze sie anschließend in Sprache, Design, Service und Recruiting.
- Beobachten: Wann seid ihr wirklich gut? (3 Situationen sammeln)
- Gegenteil definieren: Was wollt ihr explizit nicht sein?
- Cluster bilden: Werte-Kandidaten clustern (max. 10).
- Priorisieren: 3–5 Werte auswählen (mit Voting).
- Operationalisieren: Pro Wert „Was tun wir?“ und „Was tun wir nie?“.
Beispiel (nur Muster)
Wert: Klarheit
- Tun wir: Wir sagen „Nein“ zu Nebenthemen.
- Nie: Wir verkaufen „alles für alle“.
So werden Werte sichtbar
- In Angeboten/Präsentationen (Formulierungen)
- Im Service (Prozess + Reaktionszeiten)
- Im Recruiting (Anzeigen + Interviews)
- Im Design (Bildwelt, Ton, Layout)
Regel: Wenn ein Wert nicht zu konkreten Do/Don'ts führt, ist es vermutlich nur ein wohlklingendes Wort.
So prüfst du Markenwerte auf Alltagstauglichkeit
- Kann jeder Wert mit einer echten Kundensituation belegt werden?
- Gibt es pro Wert ein klares „Tun wir“ und „Tun wir nie“?
- Hilft der Wert bei Entscheidungen zu Angebot, Content oder Service?
- Ist der Wert spezifischer als austauschbare Begriffe wie Qualität oder Innovation?
Häufige Fragen zu Markenwerten
Wie viele Markenwerte sollte ein Unternehmen haben?
Meist reichen 3 bis 5 Markenwerte. Mehr Werte werden schwer merkbar und verlieren im Alltag an Wirkung.
Was macht einen guten Markenwert aus?
Ein guter Markenwert beschreibt konkretes Verhalten, grenzt ab und hilft bei Entscheidungen in Kommunikation, Design und Service.
Wie verhindert man austauschbare Markenwerte?
Nutze echte Situationen, Gegenbeispiele und Do/Don'ts. Wenn ein Wettbewerber den Wert identisch nutzen könnte, ist er noch zu allgemein.